Es hat nicht sollen sein !
Der SV 1921 Walldorf hat es am Ende nicht geschafft, wieder in die Kreisoberliga aufzusteigen, denn die Schwanitz-Schützlinge kamen im entscheidenden letzten Spiel der Saison in Mittelschmalkalden nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus, während Albrechts mit einem 5:1 in Steinbach/Hallenberg den SV noch überflügeln konnte.
Auf dem für die Gäste ungewohnt kleinen Platz ging es erst mal recht flott zur Sache, bei dem Versuch von L. Schmidt bekam Torwart Vogel gerade noch so die Fäuste nach oben ,aber schon im Gegenzug rettete Voigt gegen den einschußbereiten Stade. Danach verflachte die Partie aber mehr und mehr. Gelungene Spielzüge wurden Mangelware, statt dessen häuften sich Fehlabspiele, meist schon ab dem Mittelfeld. Erst kurz vor dem Wechsel nahm die Partie wieder etwas Fahrt auf. Gleiche prüfte noch mal Vogel, der per Fußabwehr klären konnte, insgesamt aber seinen Kasten vorerst sauber hielt.
Nach der intensiven Pausenpredigt von Trainer Schwanitz dauerte es genau sieben Minuten, bis Walldorf in Führung ging, denn nur mit einem Sieg würde es ja mit dem Aufstieg klappen. Nach einem Pass von F. Angrisani auf L. Schmidt bugsierte der Stürmer den Ball ins linke untere Eck. War das der Befreiungsschlag? Kam nun Sicherheit ins Walldorfer Spiel? Schon der nächste Angriff sah vielversprechend aus: Gleiche im Zusammenspiel mit Jung und wieder Schmidt, aber Vogel diesmal auf dem Posten. Gleiche hatte die wohl beste Chance auf den zweiten Treffer des SV, scheiterte aber einmal mehr am Torwart. Kurz darauf stockte dem zahlreich mitgereisten Walldorfer Anhang der Atem, als Kössel im Fünfmeterraum frei an den Ball kam, jedoch nur eine „Kerze“ fabrizierte. Dennoch glichen die Gastgeber aus. Nach einem Freistoß von Schmidt konnte Kössel unbedrängt einköpfen und mit der Führung kurz darauf schwanden die Aufstiegshoffnungen Walldorfs. Wieder war der Ball eine gefühlte Ewigkeit in der Luft und der eingewechselte Knop köpfte, wieder unbedrängt, gegen die Laufrichtung von Voigt ein. Mit viel Wut im Bauch versuchte Walldorf nun alles, um die Partie noch zu seinen Gunsten zu drehen, aber mehr als der sehenswerte Ausgleich durch Abe, der nach einer Ecke von Gleiche den Ball mit dem Kopf in die Maschen wuchtete, sprang nicht mehr heraus. Bei langen und hohen Bällen hatte die Walldorfer Abwehr nicht nur heute so seine Probleme, so hätte Amborn gar noch den Siegtreffer erzielen können, verpasste das Tor von Voigt nur knapp. Obwohl Schiri Künzel über fünf Minuten nachspielen ließ, gelang dem SV der ersehnte entscheidende Treffer nicht mehr.
Fazit: Völlig unsportlich die Äußerungen des Mittelschmalkaldener Torwarts Vogel nach Spielende, aber vielleicht kann Walldorf in der kommenden Saison die scheinbar nötigen „geistigen Getränke“ mitbringen, um die Punkte mitzunehmen… Die Walldorfer Spieler indes sollten die Köpfe nicht hängen lassen und in der neuen Saison wieder angreifen, so schlecht war die abgelaufene Saison nicht !
FSV 06 Mittelschmalkalden:
Vogel, Dedat, Schmidt(65. Knop), Leddin, Alija, Schleicher, Günzel, Storandt, Amborn, Kössel, Stade
SV 1921 Walldorf:
Voigt, F. Fischer, Hartung(77. Kind), P. Kleffel, C. Fischer, Gleiche, Jung, Abe, L. Schmidt, F. Angrisani, Friedrich (65. D. Angrisani)
Torfolge:
1:0 L. Schmidt (52.), 1:1 Kössel (69.), 2:1 Knop (76.), 2:2 Abe (78.)
Schiedsrichter: Udo Künzel (Zella/Mehlis Zuschauer: 100 (J.M.)
Bilder folgen………………
Punktspiel in der Landesklasse West der Frauen am 14.06.2014
1. FFV Erfurt III – SV 1921 Walldorf 1:5 ( 1:3)
Im letzten Punktspiel der Saison trafen die Walldorfer auf das Schlusslicht 1. FFV Erfurt III. Diese hatten sich allerdings mit zwei höherklassigeren Spielerinnen verstärkt. Der SV 1921 hatte zudem Mühe die Mannschaft voll zu bekommen. So hatten viele Nichtstammspielerinnen die Chance, ihr ständig wachsendes Können unter Beweis zu stellen –und das taten sie zur Zufriedenheit der Verantwortlichen zur Genüge. Schon in der Anfangsphase prüfte Stella Lipp aus 25m die Erfurter Torfrau. Dankeswerterweise erklärte sich mit Anne Pietzsch eine „ehemalige ?!“ Spielerin aus Oberhof bereit ihr einstiges Team zu unterstützen. Mit ihrer Schnelligkeit brachte sie ein fürs andere Mal die gegnerische Abwehr zum Schwitzen. Nach vier Minuten scheiterte sie an der Keeperin. Im Gegenzug verpasste Waldow eine gut getimte Flanke von Schwartz nur knapp. In der 9.´schlug Lisa Dietl einen Freistoß von der Mittellinie an den Strafraum. Anika Degel nahm diesen auf und versenkte den Ball unhaltbar zum 0:1 Führungstreffer. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Degel hatte die technisch perfekte Sydow voll im Griff. Nach 18 Minuten sprintete Quitt an der rechten Außenlinie entlang, flankte vors Tor von Jule Jakob, die aber keine Chance hatte den noch abgefälschten Ball zu halten – Ausgleich. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse: Drei Minuten später setzte sich Anne Pietzsch auf der rechten Seite durch flankte scharf vors Tor und Sydow konnte diesen Ball nur noch ins eigene Tor lenken. Die Vorentscheidung fiel weitere zwei Minuten später: Stella Lipp spielte zu Pietzsch, die das Spielgerät überlegt zum 1:3 einschob. Das Spiel verflachte jetzt zusehends. Das Geschehen spielte sich weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Lediglich Isabell Wenk rettete am Elfmeterpunkt überlegen gegen Quitt.
Zu Beginn der zweiten Hälfte begannen die Werrataler wie die Feuerwehr: Zunächst spielte Pietzsch auf Wöhner. Die umkurvt zwei Abwehrspielerinnen und die Torfrau und schob den Ball kaltschnäuzig zum 1:4 ins leere Tor. Den Abschluss im Walldorfer Torreigen gelang Pietzsch nach Vorlage von Wöhner aus 18m. Erfurt wurde jetzt stärker, auch weil die Walldorfer sie immer mehr ins Spiel kommen ließen. So ergaben sich Möglichkeiten für den 1. FFV: Nach einer Stunde zielte Waldow zu genau, denn der Ball sprang von der Latte ins aus und 16 Minuten später rasierte das Leder den linken Außenpfosten. Erst in den letzten 5 Minuten wachte der SV 1921 wieder auf und erarbeitete sich Chancen: Pietzsch´s Geschoss aus 20m verfehlte nur knapp das rechte obere Tordreieck in der 82.´. Die Erfurter Torfrau rettete dann 3 Minuten vor Ultimo noch bei einem Schuss von Wöhner. Verdientermaßen konnte die Walldorfer Mannschaft mit diesem Sieg in der Endtabelle noch einen Platz nach oben rücken. Was aber für die Verantwortlichen entscheidender war ist die Tatsache, dass man in der kommenden Saison auch mit allen jüngeren Spielerinnen rechnen kann und das sie, vor allem in diesem Match, zeigen konnten, dass sie einen wichtigen Schritt in ihrer spielerischen und technischen Entwicklung gemacht haben.
Aufstellung Walldorf: Jacob, Wenk, Dietl, Engelke ( 63. J. Zischkau), Söffner, Lipp, Klöppner , Degel,
Wöhner, Reuchsel, Pietzsch
Torfolge: 0:1 9.´ Degel 1:3 23.´ Pietzsch
1:1 18.´ Quitt 1:4 47.´ Wöhner
1:2 21.´ Sydow (ET) 1:5 50.´ Pietzsch